Sammlung

Klaus Peter Dencker

* 1941 in Lübeck; lebt in Ahrensburg

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

  • Grabmal, 1974
  • Denkmal, 1974

Beschreibung

Zwei Objekt-Collagen aus Aluminium-Buchstaben D, E, N, K, M, A, L und G, R, A, B, M, A, L jeweils auf Holzsockeln, Messingplatte mit Titel
Denkmal: je ein Aluminium-Adler links und rechts auf dem unteren Teil des Sockels
Inventar-Nummer: 1000085 und 100086

Biografie

Klaus-Peter Dencker studierte deutsche Literaturwissenschaft, Japanologie und Philosophie an der Universität Hamburg. Anschließend arbeitete er von 1965 bis 1974 als Assistent und Lehrbeauftragter für deutsche Literaturwissenschaft und Film- und Fernsehkunde an der Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl Prof. Dr. Ulrich Fülleborn) und Saarbrücken. Nach der Promotion und der Arbeit als freier Autor und Filmemacher war er in den Jahren 1975 bis 1985 beim Saarländischen Rundfunk/Fernsehen als leitender Redakteur und Filmemacher tätig. Die Universität Trier ernannte ihn 1985 zum Honorarprofessor für das Fach „Medientheorie und Medienpraxis“ an der dortigen Universität. Von 1985 bis September 2002 war er Mitarbeiter der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.

Klaus Peter Dencker zählt zu den Begründern der Visuellen Poesie und ist seit 1970 an internationalen Ausstellungen der Visuellen Poesie beteiligt. Er produzierte zahlreiche Hörfunksendungen und annähernd 100 Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilme für die ARD und das ZDF. Ferner publizierte er eine Reihe von wissenschaftlichen Anthologien und Editionen im Bereich der Visuellen Poe-sie und der Medienkunst. Er ist u.a. Herausgeber der ersten deutschen Anthologie zur Visuellen Poe-sie „Textbilder – Visuelle Poesie international“. Sein poetisch-visuelles Werk wurde in bedeutende Anthologien aufgenommen und in zahlreichen Zeitschriften und Katalogen international veröffentlicht.

Als Autor arbeitet Klaus Peter Dencker im Bereich zwischen Literatur und bildender Kunst: “Als Fortsetzer der visuellen konkreten Poesie hat Dencker, als einer der wenigen in Deutschland, Theorien und Praktiken entwickelt, die international Beachtung gefunden haben“ (aus der Begründung der Jury zur Verleihung des Förderpreises zum Kunstpreis Berlin, Akademie der Künste 1982).

Denckers Arbeiten der Visuellen Poesie befinden sich in bedeutenden Sammlungen im In-und Aus-land. In der Kunstbibliothek/Staatliche Museen zu Berlin/Preußischer Kulturbesitz werden seit 1998 alle Publikationen und die wichtigsten Arbeiten (im Original) der Visuellen Poesie Denckers gesam-melt.
 
Klaus Peter Dencker wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. war er jüngster Kulturpreisträger der Stadt Erlangen 1972.
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