Sammlung

Luzia Simons

* 1953 in Quixadà, Brasilien; lebt in Berlin und Stuttgart

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

  • Glück, 2010

Beschreibung

Scanogramme, 2-teilig
Maße: 244 x 300 cm

 

Die Bedeutung der Schnittblumen für den Menschen hat Georges Bataille treffend erläutert:
„Durch die Empfindlichkeit ihrer Blütenkrone verrät sich die Blume – ihre Eleganz ist eine des Teufels! Statt den Forderungen der menschlichen Ideen zu genügen, steht sie für deren Bankrott: denn nach einer sehr kurzen Blütezeit verdörrt die herrliche Blütenkrone unzüchtig in der Sonne und wird so für die Pflanze zu einer grellen Schmach. Dem Gestank des Misthaufens entstiegen, scheint die Blume auf brüske Weise zu dem ihr ursprünglichen Dreck zurückzukehren, obwohl man hätte meinen können, daß sie diesem mit einem Elan von engelhafter und lyrischer Reinheit entkommen würde. Das größte Ideal wird sehr schnell zu einem Stück Scheiße auf einem offenen Misthaufen.“ (Georges Bataille, Le Langage des fleurs, 1929)
Prof. Dr. Hans Dickel

Biografie

Studium Geschichte an der Universität Paris VIII und bildende Kunst an der Sorbonne

Ausstellungen

2010: Wild Things, Kunsthallen Brandts, Odense
2009: Centre d'Art et de Nature, Schloss Chaumont-sur-Loire
2006: Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2006: Museu de Arte Moderna, Pirelli-MASP Collection, São Paulo
2002: Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
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